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Ewald Bauer: Eine Ikone verlässt die Werkreal-und Realschule

Nach 38 Jahren Schuldienst wurde Konrektor Ewald Bauer am Montag in einer bewegenden Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. Schulleiter Uwe Göpper sprach gar von einer „Ikone“, die das Bildungszentrum verlasse.

Neben Bürgermeister Thorsten Erny und allen drei Ortsvorstehern Stefan Grimm, Markus Späth und Wolfgang Ruthinger ehrte den angehenden Pensionär ausnahmsweise auch Schulamtsdirektor Wolfgang Zink. Letzterer begann zusammen mit Ewald Bauer 1978 den Schuldienst in Zell a.H.

Im Jahre 1983 wechselte Ewald an die gerade eigenständig gewordene Realschule nach Gengenbach. Dass Ewald Bauer im Jahre 2000 stellvertretender Schulleiter an der Realschule wurde, war vor allem seinem Mentor Hermann Sehringer zu verdanken, der zusammen mit seinem Nachfolger Robert Stimpel und Emil Groß, dem ehemaligen Leiter der Hauptschule, ebenfalls an der Abschiedsfeier teilnahm. Auch Hans Enderle, ehemaliger Leiter der Förderschule, weilte unter den Ehrengästen.

Dreiunddreißig Jahre wirkte Ewald Bauer neben seiner späteren Leitungstätigkeit nicht nur in der Schule als überaus geschätzter Lehrer in Mathematik, Technik und Sport. Bürgermeister Thorsten Erny bedankte sich auch für die langjährige Mitgliedschaft im Stadtrat. Die Arbeit in diesem Gremium prädestinierte den „pädagogischen Profi“ (Zink) als Mittler zwischen den Finanzierungszwängen der Stadt und den Unterstützungswünschen der Schule. Erny bescheinigte dem Scheidenden enormes Improvisationstalent und profunde Sachkompetenz in einer Zeit, die von der Schule immer mehr verlange.

Diese scheidende Kompetenz und absolut loyale Unterstützung sieht auch Schulleiter Uwe Göpper sehr ungern von Bord gehen. Auf seine Initiative verabschiedeten sich die Kollegen per Video in kleinen Gruppen. Daniela Leiser, Stefanie Nock und Stefanie Schüle bekamen für ihre musikalische Verabschiedung großen Beifall. Für sie war Ewald Bauer „Daddy Cool“. Die als Mäuse auftretenden Kolleginnen versicherten ihrem scheidenden Konrektor: „Wir hatten ein Riesenglück mit dir.“ Zu ihrem „Danke für die schöne Zeit.“ erhoben sich alle von den Sitzen und applaudierten. 

Alle Beiträge bescheinigten dem Strohbacher Besonnenheit und Organisationskompetenz. Immer wieder wurde sein beruhigendes „Des kriege mir hin.“ zitiert. Elternvertreterin Judith Peters-Rauer versicherte, dass Ewald Bauer bei den Eltern „größtes Vertrauen und allergrößten Respekt“ genossen habe. Symbolhaft überreichten sie ein Brett mit eingefasstem Stein. Ellen Philipp bedankte sich für die Kollegen und überreichte ebenfalls symbolhaft einen jungen Obstbaum für sein heimisches Anwesen.

Musikalisch verabschiedete sich das gesamte Kollegium mit einem eigens von Nick Schnaus arrangierten Liedtext zur Melodie von „Westerland“. Auch die Schülervertreter versicherten dem am 31.Juli offiziell den Schuldienst beendenden Konrektor ihre Wertschätzung. „Sie glaubten an jeden einzelnen Schüler.“ Die von Philip Warthmann verstärkte Schulband gab dem einen neuen Lebensabschnitt angehenden Bauer mit dem Song „Move on“ einen ergreifenden Ratschlag mit auf den Weg. Die Bläsergruppe Claudia Lambrechts hatte die Abschlussfeier schwungvoll eröffnet. In seine Dankesworte gab Ewald Bauer vor allem den Schülern auf den Weg, dass sich schulisches und gesellschaftliches Engagement trotz immer wieder auftretender Enttäuschungen und Ärgernisse lohne. Darauf baut auch Thorsten Erny, der in seiner Ansprache, die Hoffnung vermittelte, Ewald Bauer für ein ehrenamtliches Engagement nach seiner Pensionierung gewinnen zu können.

Bürgermeister Thorsten Erny bedankt sich bei dem scheidenden Realschulkonrektor Ewald Bauer

Schulleiter Uwe Göpper überreicht Ewald Bauer die Pensionierungsurkunde

Das Lehrerkollegium verabschiedet sich musikalisch