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Schulpartnerschaft mit DRK-Kreisverband Offenburg e.V.

Am letzten Septembermontag 2016 schloss die Werkreal- und Realschule Gengenbach eine offizielle Schulpartnerschaft mit dem DRK-Kreisverband Offenburg e.V. Damit ist die Zahl der Schulkooperationen mit Organisationen und Firmen auf sieben angestiegen.

Lukas Hermann, Leiter des Jugendrotkreuzes Kreisverband Offenburg, erhofft sich sowohl Nachwuchskräfte für seine Organisation als auch eine Stärkung der Selbstsicherheit und Teamfähigkeit für die teilnehmenden Schüler. Auch für den Kreisverband Offenburg ist die am Montag besiegelte Partnerschaft die siebte Vereinbarung mit Schulen. Schulleiter Uwe Göpper und Manuela Suhm, Abteilungsleiterin Werkrealschule, freuen sich über das große Engagement ihrer Schüler. Schon ab Juni 2016 haben sich Schüler der 9. Klassen zum Ersthelfer ausbilden lassen. Dafür mussten sie in ihrer Freizeit nachmittags und am Wochenende neun Stunden Zeit erübrigen. Seit den Sommerferien sind Schüler aus den Klassen 8 und 9 im Training. Sogar direkt nach der Vertragsunterzeichnung am Montag waren Ausbildungsstunden angesetzt.

Heike und Werner Dutschke sowie Martina Harter vom DRK bilden die jungen Menschen aus. Werner Dutschke hofft, dass einige Schüler von ihrem Erstengagement so begeistert sind, dass sie sich auch noch für den achtundvierzig Stunden umfassenden Sanitätskurs anmelden. Dann wären sie Sanitätshelfer. Dutschke kennt viele Mitarbeiter aus dem professionellen Rettungsdienst, die über das Engagement als DRK-Ersthelfer ihren Beruf in diesem sozialen Bereich gefunden haben. Der soziale Aspekt dieser Ausbildung ist für Lukas Hermann auch ganz allgemein nicht zu unterschätzen. „Wer hilft, schlägt nicht.“ Zudem lernen die Schüler, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu verwalten. Es muss z.B. dafür gesorgt werden, dass die Sanitätstasche vollständig bestückt ist. Ein solches Exemplar wurde der Schule vom DRK-Kreisverband gestiftet. Auch sollten die aktuell fünfunddreißig Schüler lernen, ihre Bereitschaftspläne selbstständig zu erstellen und dafür entsprechende Schülervertreter zu wählen. Ob der Bereitschaftsdienst täglich wechselt oder längere Einsatzphasen sinnvoller sind, wird sich mit der Zeit erweisen. Auch ist daran gedacht, die Schüler mit einem einfachen Notrufgerät auszustatten. So könnten sie rasch aus dem Unterricht zum Einsatzort eilen.  Dass die Jugendlichen darauf brennen, auch mal Hilfe leisten zu dürfen, verriet Georgi Chanturia. Er wollte wissen, wann denn der erste Einsatz sei. Nasenbluten, eingeklemmte Finger, Gelenkverletzungen oder gar Knochenbrüche im Sportunterricht wären mögliche Einsatzmomente für die Ersthelfer.

Nach Auskunft von Werner Dutschke gibt es kein vorgeschriebenes Mindestalter für diese Tätigkeit. Auch wenn der Vertrag mit dem DRK Kreisverband Offenburg geschlossen wurde, erwartet Manuela Suhm auch eine gedeihliche Zusammenarbeit mit dem DRK-Ortsverband Gengenbach. Den Anstoß zu dieser Partnerschaft gab Martina Harter vom DRK Ortsverband Wolfach. Ihre Tochter geht in Gengenbach zur Schule. Schulleitung und DRK-Verantwortliche nahmen die Kooperationsidee gerne auf.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Werkreal- und Realschule Gengenbach sowie dem DRK-Kreisverband Offenburg e.V. Sitzend v.l.: Manuela Suhm, Uwe Göpper, Lukas Hermann, Heike Dutschke. Hinten Mitte: Werner Dutschke,rechts Martina Harter und Joachim Jost.

Nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen dem DRK Kreisverband Offenburg und der Werkreal- und Realschule: (v.l.:Martina Harter, Uwe Göpper, Manuela Suhm, Werner Dutschke, Joachim Jost, Lukas Hermann und Heike Dutschke.