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Schulprojekte mit Außenwirkung

In den ersten drei Tagen der 1. Maiwoche 2016 wurden von Realschülern und ihren Lehrern zwei lang anvisierte Projekte realisiert. Zum einen wurde die Hälfte der der vertikalen Geländerflächen des Europastegs mit Motiven aus Gengenbach und Europa gestaltet. Im weiteren Schuljahresverlauf wird die andere Flächenhälfte von Schülern des MSG mit Bildern zum gleichen Thema versehen.

Das zweite Projekt mit Außenwirkung ragt zwischen Hochschulgebäude und Werkreal- und Realschule in die Höhe: ein Denkmal für die bis 1933 in Gengenbach lebenden Bürger jüdischen Glaubens. Sabine Fischer und Karin Haist waren mit dreiundzwanzig Schülern der Klassen 9 und 10 der Realschule drei Vormittage mit ihrem Werk beschäftigt. Schon in den 90er Jahren beschloss der Jugendgemeinderat, den Schülern der örtlichen Schulen zu erlauben, diese Flächen fantasievoll zu bemalen. Seit der letzten Brückenbearbeitung sind fast vierzehn Jahre vergangen und eine Neugestaltung war dringend notwendig. Jung und Alt dürfen sich schon auf Ende Juli freuen. Dann soll die Neugestaltung gemeinsam mit den Schülern des Gymnasiums eingeweiht werden. Die beteiligten Kollegen der beiden Schulen einigten sich auf ein reizvolles Grundkonzept. Von Gengenbach aus soll ein blaues Band als Symbol der europäischen Zusammengehörigkeit durch alle dargestellten Staaten führen. Zum Projekt Denkmal für ehemals jüdische Mitbürger Gengenbachs konnten siebzehn Schüler zugelassen werden. Mit Schülern ein Erinnerungsmal für die rund dreißig Bürger jüdischen Glaubens zu schaffen, die 1933 noch in Gengenbach lebten, war ein lang gehegter Wunsch von Geschichtslehrer Erich Fakler. Die Daten dieser ehemaligen Mitbewohner Gengenbachs entstammen der Seminararbeit von Gabriele Aubele aus dem Jahre 1983. Insgesamt mussten nun dreißig Tafeln geschaffen werden. Jeweils sechs schwarze Tafeln mit gelber Schrift wurden anschließend  auf die zwei Meter hohen Flächen des fünfeckigen Prismas montiert. Der Transport vom Montageplatz zum jetzigen Standort bedeutete aufgrund des hohen Gewichts eine beträchtliche Kraftanstrengung. Acht Schüler bewerkstelligten diese Aufgabe. Von der Verbindungsbrücke zwischen Schulgebäude und Campus ist das Erinnerungsmal sowohl ein Blickfang als auch ein Mahnzeichen.

Das Werk ist vollbracht. V.l.: Jana Kälble, Janina Gaisser, Heiko Sum, Marcel Wüst, Jarno Suhm, Anika Diener, Yosra Rahmani, Alina Greß, Erich Fakler, Matilda Schmidt und Melisa Muhic.

Sabine Fischer (li. ) mit ihren jungen Künstlern.

Das blaue Band verbindet Gengenbach mit Europa.