Schulsozialarbeiter

Herr Miksch

Seit Oktober 2013 wurde am Schulzentrum Gengenbach eine Schulsozialarbeiterstelle durch die Stadt Gengenbach implementiert. Nach einem personellen Wechsel im Mai 2020 wird diese Stelle von Herrn Lothar Miksch ausgeübt, der für die Werkreal- und Realschule zur Verfügung steht.


Die Schulsozialarbeit umfasst drei Globalziele: die Unterstützung bei der Lebensbewältigung, bei der sozialen Konfliktbewältigung und beim Schulerfolg. Die formulierten Ziele zeigen, dass Schulsozialarbeit neben dem schulischen Erfolg der Kinder und Jugendlichen vor allem auch individuelle, soziale und berufliche Aspekte berücksichtigt.


Grundsätzlich lassen sich aus dem achten Sozialgesetzbuch (Kinder- und Jugendhilfe) u.a. folgende Grundsätze ableiten. Die Schulsozialarbeit unterstützt die individuelle und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler im Sozialraum Schule. Sie ist eine präventive und intervenierende Form der Jugendhilfe im Lebensraum Schule. Sie arbeitet nach dem Prinzip der Freiwilligkeit und ist mit anderen Einrichtungen der Jugendhilfe vernetzt. Als unabhängiger Ansprechpartner an der Schule unterliegt sie der Schweigepflicht, gibt dem Elternrecht Vorrang und hat einen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung.

Lothar Miksch

Schulsozialarbeit

Werkreal- und Realschule Gengenbach

Am Erhardt-Schrempp-Schulzentrum 1

77723 Gengenbach

01520-9302484

E-Mail: [email protected]

E-Mail: [email protected]

Kontaktzeiten:

Montag - Donnerstag von 8.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Termine nach Vereinbarung.

Aufgabenbereiche


Einzelhilfe und Beratung in individuellen Problemsituationen

Schwerpunkt der Arbeit der Schulsozialarbeit an der Werkreal- und Realschule Gengenbach liegt im Bereich der Einzelfallbearbeitung mit Schülerinnen und Schülern (Beratung, Begleitung, Vermittlung). Auch die Beratung von Eltern und anderen Sorgeberechtigten spielt eine wichtige Rolle. Zu realisieren ist diese Fall- und Beratungsarbeit über verschiedene Wege: vom „offenen Ohr“ für Kinder und Jugendliche, über konstruktive Konfliktbearbeitung, Berufsorientierung und Lebensplanung, bis hin zu Kriseninterventionen oder auch über Schutzmaßnahmen bei Kindeswohlgefährdung. Hierfür wurden u.a. „offene Beratungszugänge“ wie die ganztägige Schülersprechzeit, Elternsprechzeiten, ein soziales Internetnetzwerk (oder auch die Schulhomepage), oder auch eine Jugendfragestunde mit

6dem Bürgermeister eingerichtet. Ein etabliertes Mittel, Zugang zu Beratungssituationen zu erhalten, stellen zudem alltägliche Tür- und Angelgespräche im Schulhof/Schulgebäude dar. Zudem findet auch ein kollegialer Austausch mit Lehrkräften und außerschulischen Fachleuten statt. So gibt es beispielsweise Klassenkonferenzen oder „Runde Tische“ zu Einzelfällen (Besprechungen mit schulexternen Personen und Einrichtungen wie dem Kommunalen Sozialen Dienst, psychologischen Beratungsstellen oder Therapeuten).Als weitere Angebote der Einzelfallhilfe und insbesondere auch bei Gruppenberatungen gelten Hospitationen innerhalb der Klassengemeinschaft. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der „sozialpädagogischen Beobachtung“ von Einzelschülern, Gemeinschaften innerhalb der Gruppe oder des gesamten Klassenverbundes.

Sozialpädagogische Gruppenarbeit, Projekte und Arbeit mit Schulklassen

Gruppenberatungen mit Schülerinnen und Schülern (Beratung und Begleitung von gruppendynamischen Prozessen) nehmen auch hier eine tragende Rolle ein. Zentrale Themen sind die Förderung sozialer Kompetenzen und die konstruktive Konfliktbearbeitung. Ergänzend zur Beratungs- und Begleitungsarbeit findet die Arbeit mit Schulklassen zu Themen wie „Mobbingprävention“, „Klassenklima“ und „Partizipation“ oder auch „Klassenkonflikte“ statt. Präventionsprojekte wie „Mädchen SUCHT Junge“ (allgemeine Suchtprävention) oder „Tom & Lisa“ (Alkoholprävention) für komplette Klassenstufen werden durch die Schulsozialarbeit angeboten. 

Auch die Einführung und Begleitung einer Streitschlichtergruppe gehören zu den Tätigkeitsbereichen der Schulsozialarbeit. Die Teilnahme am örtlichen Ferienprogramm und der Ferienbetreuung, der Besuch der Planungstage der SMV und des Jugendgemeinderates, sowie die Unterstützung der Ganztagesbetreuung an der Werkreal- und Realschule gehören ebenfalls zur Tätigkeit der Schulsozialarbeit. Im Bereich der Eltern(gruppen)arbeit unterstützt oder organisiert die Schulsozialarbeit Vortragsabende für Eltern, an denen beispielsweise außerschulische „Experten“ zu bestimmten Themen referieren. Zudem nimmt die Schulsozialarbeit an Elternabenden und Elternbeiratssitzungen teil.

Innerschulische und außerschulische Vernetzung und Gemeinwesenarbeit

Die Schulsozialarbeit an der Werkreal- und Realschule beteiligt sich an Schulentwicklungsprozessen und kann eine beratende Teilnahme an schulischen Gremien (Lehrerkonferenzen, Schulkonferenzen) haben. Sie wird zudem bei spezifischen Themen zu Elternabenden und Elternbeiratssitzungen eingeladen. Auch beteiligt sie sich an den regelmäßigen Fallbesprechungen (auch Klassenkonferenzen) mit dem Beratungslehrer, der pädagogischen Assistentin, dem Berufseinstiegsbegleiter, den Lehrkräften und der Schulleitung. Hierbei geht es primär um den pädagogischen Informationsaustausch und Einzelfallplanungen.

Die Mitgestaltung der Schul(haus)kultur mit allen beteiligten Personen (Schüler, Lehrkräfte, Eltern) ist ebenfalls ein wichtiger Tätigkeitsbereich.
Ebenso sind der Aufbau und die Pflege von Netzwerkstrukturen mit außerschulischen Kooperationspartnern, wie beispielsweise mit dem Gemeinwesen (u.a. Vereine, Jugendgemeinderat), dem Kommunalen Sozialen Dienst (Jugendamt), der Polizei (Prävention, Jugendsachbearbeiter), oder der psychologischen Beratungsstelle, eine zentrale Aufgabe. Die Schulsozialarbeit der Werkreal- und Realschule nimmt deshalb regelmäßig an regionalen Netzwerken teil, z.B. mit anderen Schul- und Jugendsozialarbeitern des Landkreises und (insbesondere im Kinzigtal), bei Arbeitskreisen des Landratsamtes, mit der Schulsozialarbeit der Förder- und Grundschule Gengenbach und der kommunalen Jugendarbeit der Stadt Gengenbach. Zuletzt fand die Konzeptentwicklung des Landkreises für die Schulsozialarbeit statt, bei der die Schulen, die Schulträger und die Schulsozialarbeit aus dem Raum Offenburg kooperativ eine Konzeption für die Jugendhilfe an Schulen im Ortenaukreis erarbeiteten. Außerdem wurden verschiedene Präventionsangebote im Rahmen des Konzepts des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg „stark.stärker.WIR.“ mit dem Beratungsteam, der Schulleitung und der Schulsozialarbeit der Werkreal- und Realschule Gengenbach weiterentwickelt und ausgebaut.